The Fragile Order
In den Arbeiten von Katharina Kühne eröffnet sich ein Spannungsfeld zwischen Ordnung und Auflösung, Struktur und Fragilität. Ausgehend von einer präzisen Beobachtung von Natur, Raum und Material entwickelt sie Bild- und Formwelten, die stets von einer latenten Instabilität durchzogen sind.
Der Titel THE FRAGILE ORDER verweist auf ein paradoxes Prinzip. Ordnung erscheint hier nicht als starres Gefüge,
sondern als etwas Durchlässiges, Vorläufiges, Gefährdetes.
Die Werke von Katharina Kühne verhandeln dieses fragile Gleichgewicht, indem sie Übergänge sichtbar machen – zwischen Organischem und Künstlichem, Präzision und Unschärfe, Kontrolle und Entgleiten. Ihre Praxis versteht sich als Suche nach Spuren; sedimentierte Bewegungen, feine Brüche, fragile Konstellationen, die aus dem Fluss der
Dinge auftauchen und ebenso schnell wieder verschwinden. Darin liegt ein poetisches Moment, das die Betrachtenden in eine Atmosphäre zwischen Unsicherheit und Konzentration versetzt.
THE FRAGILE ORDER lädt ein, das vermeintlich Stabile neu zu betrachten – und in Rissen, Schwebezuständen und Unvollständigkeiten jene Intensität zu entdecken, die Kühnes Werk prägt.
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