Kontrast umkehren

PAN

Lichtinstallation, Bilder, Video, Skulptur
13. Mai - 25. Juni 2023
Christoph Rust, Gerhard Scharnhorst, Anne Nissen und Marina Schreiber
Christoph Rust Crossover2
Crossover, Christoph Rust
Meditation mit Farbwirbeln, Anne Nissen zeigt Fluid in der Eisfabrik
Drahtskulpturen, Marina Schreiber

Die Corona - Pandemie betrifft alle Bereiche unseres persönlichen Lebens  - sei es das politische und wirtschaftliche System, den Rechtsstaat, das Gesundheitswesen - überall sind die Auswirkungen der Krise deutlich zu spüren. Umso auffälliger ist die Tatsache, dass von Seiten der Kunst dieses Thema bisher nicht behandelt wurde.

Der Kunstverein Rotenburg plant im nächsten Jahr ein größeres Projekt, das erstmals in Deutschland künstlerische Positionen zur Pandemie thematisiert. Der Kunstturm mit seinen vier übereinanderliegenden Räumen bietet für die Besuchenden einen hervorragenden Erfahrungsparcours, in dem sie in jedem Stockwerk mit anderen, medial sehr verschiedenen Exponaten und Installationen konfrontiert werden. Die Installationen der vier niedersächsischen Künstler*innen werden eigens für PAN gefertigt und sind bisher noch nicht gezeigt worden:

Marina Schreiber erweckt Ihre „polyflore Mikrofauna“ im Erdgeschoss zum Leben. Die farbigen Skulpturen wecken Assoziationen zwischen Schönheit und Erschrecken, pendeln zwischen Biotechnologie (Titel: „Flucht aus dem Genlabor“) und freier Gestaltung.

Gerhard Scharnhorst, der ungegenständliche Maler aus Braunschweig, wird eine großformatige Bilderserie im ersten Obergeschoss zeigen, deren Bildräume an Aufnahmen mit dem Elektronenmikroskop erinnern.

Christoph Rust, der Initiator von PAN, hat bereits 2001 eine große Lichtinstallation in Rotenburg realisiert. Auch 2023 arbeitet er im Bereich der Lichtkunst: Neonsysteme und Plexiglas verwandeln den quadratischen Raum in ein surreales Lichtkunstwerk.

Anne Nissen und Steffen König projizieren ihren Videoclip „Flow“ mit Beamern an die Wände des dritten Obergeschosses. Schier endlos anmutende Tropfenreihen bewegen sich in geordneten Bahnen auf Wänden und im Raum hängenden halbtransparenten Gazeobjekten. Durch Luftbewegung angeregte Tuschetropfen scheinen sich stetig zu folgen, einzuholen, zu verschmelzen und wieder zu trennen. Eine gleichmäßige, rhythmisch pulsierende Horizontalbewegung erfüllt den Ausstellungsraum.

Termine

11. Mai 2023, 19:00 Uhr
Ausstellungseröffnung

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