Gruppierungen
Begrüßung: Radek Krolczyk
Über Amir Omerovic
Textausschnitt von Ingmar Lähnemann zum Katalog „Großträumen“, erschienen 2020
"Amir Omerovic´ „Metamorphosen“ folgen einer rational wirkenden Formentwicklung, die vermeintlich naturwissenschaftlich beschreibbaren Prinzipien unterliegen könnte, aber was wir darin erkennen, sind die mythologischen Narrative. In postmoderner anglizistischer Mehrwertrhetorik könnte man viele Formfindungen des Künstlers als Recycling bezeichnen, in modernen kunsthistorischen Werkverfahrensdefinitionen ließen sich seine Plastiken als abgegossene Assemblagen einordnen und sind doch jeweils mehr, weil sie über die Wiederverwertung von Gegenständen und über das surreal-absurde Zusammentreffen disparater Teile im Hybrid einer neuen Figur hinausgehen. Stattdessen geben sie dem Moment der Metamorphose, der Möglichkeit einer wirklichen Verwandlung von einer in eine andere Seinsebene, und deren mythologischer Kulturkraft ein zeitgenössisches Gesicht – ohne der Metamorphose wieder ein (Marmor)Denkmal schaffen zu müssen, was ihrem Geist nicht entsprechen würde."
Kurzvita
Amir Omerovic wurde 1971 in Bremen geboren, verbrachte seine Kindheit jedoch in Jugoslawien / Bosnien und Herzegowina. 1989 kehrte er nach Bremen zurück. Es folgten ein Studium der Bildhauerei an der Hochschule für Künste, Bremen, Klasse Prof. B. Altenstein und Studium an der Akademie der Künste, Sarajewo, Klasse Prof. M. Skopljak.