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Ausstellungen/Veranstaltungen 2013

Dez. 2013: Im Leuchtturm der Kultur

RWF zu Gast beim Kunstverein Rotenburg
Zum letzten Kommunikationstreff des Jahres fanden sich kürzlich etwa 50 Teilnehmer des Rotenburger Wirtschaftsforums (RWF) [www.rwf-row.de] an einem ganz besonderen Ort ein. Im Kunstturm des Kunstvereins Rotenburg hatten die Vertreter der regionalen Wirtschaft die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen und sich gleichzeitig von moderner Kunst inspirieren zu lassen. "Wir ergänzen uns gut", sagte denn auch RWF-Vorsitzender Heiko Kehrstephan in seiner Einleitung, ehe er das Wort an den gastgebenden Vorsitzenden des Vereins, Peter Mokrus, übergab.
Und Mokrus nahm die verbale Vorlage seines Vorredners gleich auf. Auch er wünsche sich „eine engere Verbindung“ beider Vereine. "Das wäre schön." Schließlich habe sein Verein einen Sinneswandel in Teilen der Bevölkerung erreicht, moderne Kunst sei in den vergangenen Jahren immer populärer geworden. "Aber auch viele Firmen unternehmen etwas für die Kunst. Es sind längst nicht nur Privatleute", sagte Mokrus.
Das 25-jährige Bestehen des Kunstvereins nahm der Vorsitzende zum Anlass, den Gästen einige Highlights aus der Geschichte zu erzählen. So habe es in Rotenburg zwar schon immer eine lebendige Musikszene gegeben, bildende Kunst sei dagegen Fehlanzeige gewesen. Das änderte sich direkt nach der Gründung mit der ersten Ausstellung. Mit Werken des exzentrischen Horst Janssen kam das Flair von Kunst auf internationalem Top-Niveau an die Wümme. Gerne erinnert sich Mokrus auch an die chinesischen Zhou-Brothers, die im Juli 1995 mit ihrem "City-Angel of Rotenburg" auf dem Pferdemarkt für Aufsehen sorgten. "Das war absolut nicht Jedermanns Sache, aber dafür steht jetzt ein Stück Rotenburg in Chicago."
Und so ist es dem Kunstverein, der heute rund 140 Mitglieder zählt, im vergangenen Vierteljahrhundert immer wieder gelungen, für Aufsehen zu sorgen. "Es ist unser Anspruch, die Werke professioneller Künstler zu präsentieren. Wir wollen die Menschen an die moderne Kunst heranführen." Dazu bieten Mokrus und seine Mitstreiter neben den vier bis sechs Ausstellungen pro Jahr auch Vorträge und Kunstreisen in ganz Europa an. "Der Kunstturm war natürlich ein echter Glücksfall für uns", weiß Mokrus, "denn damit haben wir eine ziemlich einmalige Ausstellungsmöglichkeit."

TRIO FÜR TREPPE UND TURM

07.12.2013 Termin-Hinweis: Gespräch über Kunst

Das Gespräch über Kunst, das Hermanus Westendorp und Jochen Stenschke zur Ausstellung Trio für Treppe und Turm in Hermanus Westendorps Küche aufgenommen haben, hat uns dazu angeregt, eine große Gesprächsrunde im Kunstturm in Rotenburg zu organisieren.
Wir laden nun zu einem Gespräch über Kunst, bei Brot, Wein und Käse ein. Das Gespräch findet am Donnerstag, dem 12.12.2013 ab 15.00 Uhr in Rotenburg im Kunstturm statt. Mitglieder des Kunstvereins sind herzlich willkommen.

Edition 30 - Trio für Treppe und Turm

Die Künstler haben 30 kleine Tafeln als Sonderedition im Format 15x30 cm in unterschiedlicher Reihenfolge künstlerisch bearbeitet und untereinander ausgetauscht.

So gibt es 3 Durchgänge pro Tafel.

Unterstützen Sie durch den Erwerb einer Tafel zum Preis von EUR 150,-- die Arbeit der Studierenden des Studiengangs Freie Bildende Kunst an der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg. Ziel ist es die technischen Ausrüstung für die Studierenden zu verbessern.

Zur Austellung ist ein Katalog erschienen mit einer Vorzugsausgabe/Audioaufzeichnung mit Künstlergespräch.

Zwei Beispiele:

Trio für Treppe und Turm

Trio für Treppe und Turm

Motiv Einladungskarte

vom 10. November 2013 bis zum 15. Dezember 2013
Die Künstler Michael Dörner, Jochen Stenschke und Hermanus Westendorp zeigen in einer gemeinsamen Ausstellung ihre Werke auf den vier Etagen des Kunstturmes.

Öffnungszeiten:
Samstag: 15 bis 17 Uhr,
Sonntag: 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr

Eröffnung der Ausstellung am 09. November 2013 - 18.00 Uhr
Einführende Worte spricht Frauke Reinke-Wöhl

Finissage: Sonntag 15. Dezember 2013 - 15.00 Uhr

Die Künstler Michael Dörner, Jochen Stenschke und Hermanus Westendorp verbindet eine langjährige Zusammenarbeit als Kunstdozenten an der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg.

Im Turm zeigen sie ganz unterschiedliche Arbeiten aus unterschiedlichen Schaffensphasen: jeder für sich und doch gemeinsam. Man darf gespannt darauf sein, wie sie die Aufgabe lösen werden, um ihre Werke als ein „Trio für Treppe und Turm“ zu präsentieren.

Michael Dörner

Gläser

Michael Dörner, 2010

geboren 1959 in Wiesloch, Baden.
Studium der Freien Bildenden Kunst an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg.
Seit 2008 Professor für Freie Bildende Kunst an der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg bei Bremen.
Stipendien und Preise, Lehraufträge, Kunst im Öffentlichen Raum, Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.
Wohnt und arbeitet in Hamburg.
www.michaeldoerner.de

Jochen Stenschke

Liquid 1-3

Jochen Stenschke, 2012-2013

geboren 1959 in Marl.
Studium der Freien Malerei an der Hochschule der Künste, Berlin.
Seit 2008 Professur für Freie Bildende Kunst an der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg bei Bremen.
Stipendien und Preise, Lehraufträge, Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.
Wohnt und arbeitet in Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen.
www.jochenstenschle.de

Hermanus Westendorp

Aus der Werkreihe "Ornamentale Annäherungen"

Hermanus Westendorp, 2012

geboren 1947 in Rotterdam, Niederlande.
Studium der Freien Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart.
1987 - 2013 Professur für Malerei an der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg bei Bremen.
Einzelausstellungen, Ausstellungsbeteiligungen, Texte und Publikationen
Wohnt und arbeitet in Sottrum, Niedersachsen.
www.hermanus-westendorp.de

FARBE!

vom 15. September 2013 bis zum 20. Oktober 2013
7 Positionen zeitgenössischer Malerei
Ulrich Erben - Ute Heuer - Frank Rosenthal - Ricardo Saro - Julia Schmid - Rainer Splitt - Jerry Zeniuk
Sammlung Niedersächsische Sparkassenstiftung

Öffnungszeiten:
Samstag: 15 bis 17 Uhr,
Sonntag: 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr

Vernissage am 14. September 2013 - 18.30.Uhr
Einführende Worte spricht Ulrike Schneider,
Niedersächsische Sparkassenstiftung, Hannover

Jerry Zeniuk - "ohne Titel" - 2001

© Jerry Zeniuk

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung baut seit 1988 eine Sammlung deutscher und internationaler Kunst nach 1945 auf, die zu den wichtigsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst des Landes Niedersachsens gehört. Wir freuen uns, dass der Kunstverein Rotenburg anlässlich seines 25-jährigen Bestehens Werke von sieben Künstlern aus der hochkarätigen Sammlung präsentieren kann.

ANSICHTEN - EINSICHTEN - AUSSICHTEN

vom 22. Mai 2013 bis zum 16. Juni 2013
ANSICHTEN - EINSICHTEN - AUSSICHTEN - Kunst-Projekt der Eichenschule Scheeßel und des Ratsgymnasiums Rotenburg

Öffnungszeiten:
Samstag: 15 bis 17 Uhr,
Sonntag: 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr

Vernissage am 22. Mai 2013

Die Künstler(innen) bei der Arbeit

Angehende Abiturienten präsentieren im Rotenburger Kunstturm Ihre Sicht auf unsere und ihre aktuelle Wirklichkeit.
Zusammen mit den Fachbereichen Kunst des Ratsgymnasiums Rotenburg und der Eichenschule Scheeßel geht der Kunstverein Rotenburg neue Wege, um Jugendlichen verstärkt den Kontakt zur Kunst auch außerhalb von Schule zu eröffnen. In beiden Gymnasien werden seit vielen Jahren Schwerpunktkurse im Fach Kunst angeboten, die es angehenden Abiturienten ermöglichen, sich mit unterschiedlichsten Bereichen der Kunst, der Architektur und des Designs auseinanderzusetzen und eigene Bildwelten zu gestalten. Ihre Arbeiten stellt der Kunstverein Rotenburg jetzt aus.
An der Schwelle zu Neuem
Nicht mehr Kind, noch nicht erwachsen, Jugendliche im Alter von 16 bis 19 stehen oftmals an der Schwelle von Umbrüchen: Noch verwurzelt in Familie, Freundeskreis, Klassenverband und der Region werden sie die Schule, das Elternhaus, das bekannte Umfeld bald verlassen und sich neuen Lebensbedingungen stellen.
Gefühle, Ängste, Sehnsüchte
In dieser Phase des Übergangs kreisen Gedanken und Gefühle der Jugendlichen oft um die Verbundenheit mit dem Bekannten und die Unsicherheit über das Kommende. Das konfrontiert sie mit ihren Ansichten, Einsichten und Aussichten. Ihren Gefühlen, Ängsten und Sehnsüchten geben die Schülerinnen und Schüler mit ihren Kunstwerken Ausdruck. Die Kunstprojekte werden am Ratsgymnasium Rotenburg von Martina Bantje, an der Eichenschule Scheeßel von Wilfried Reuter betreut.

Ausdrucksstarke Bildwelten erwarten die Besucher der neuen, besonderen Ausstellung im Rotenburger Kunstturm.

Bericht Stadtwerke Rotenburg Kundenzeitschrift

Mai 2013 - [Klicken Sie auf die Abbildung um den Artikel als PDF (86 KB) anzuzeigen...]

17.03.2013 - LICHT RAUM LINIE

vom 17. März 2013 bis zum 21. April 2013
LICHT RAUM LINIE - Werke von Martin Voßwinkel

Öffnungszeiten:
Samstag: 15 bis 17 Uhr,
Sonntag: 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr

Vernissage am 16. März 2013

Martin Voßwinkel zeigt neue Werke zum Thema Licht, Raum und Bewegung.
Zu sehen werden in der Ausstellung im Kunstverein Rotenburg Arbeiten aus den fotografischen Werkserien Lichtspuren und Farbe Konkret sowie malerische Arbeiten und Objekte aus der Serien Farbkörpersysteme und Lichtnetz.
Voßwinkel orientiert sich an Handlungen des täglichen Lebens besonders der Fortbewegung, die ein maßgebliches Kriterium unserer mobilen Gesellschaft ist und versetzt Objekte wie Küchenschwämme, Lackierrollen aus Schaumstoff und Plastikverpackungen in seine Kunstkontexte.

Martin Voßwinkel geht in den "Lichtnetzen" auf die Themen Bewegung, Licht und Farbe auf subtile Weise ein. Dabei verbleibt er im klassischen Bildformat und lenkt die Reaktionen des Betrachters auf die sensible Räumlichkeit, welche er durch das Zusammenspiel von Acrylmalerei und darauf liegenden, monochrom gefärbten Glasfasergeweben herstellt. Die dabei entstandene hauchdünne dritte Dimension lässt diese Arbeiten wie feine Reliefs anmuten, in denen die malerische Illusion von Raum materialisiert wird. Durch das engmaschige Netz der verschiedenen Lagen und Farben gelingt es Voßwinkel, den Betrachter zu irritieren. Dessen Blickführung oszilliert zwischen den konzentrierten Horizontalen und Vertikalen auf der Suche nach Fixpunkten, was ihm nur temporär gelingt. Bei diesem Vorgang wird Bewegung freigesetzt, die das Flimmern der (Bildschirm)-Virtualität und die sinnlichen Farbkörper der Arbeiten aufeinander bezieht. Voßwinkel interpretiert die Struktur der medialen Welt in ungewöhnlichen Oberflächenstrukturen künstlerisch. Formal entspricht das Quadrat des Bildträgers dem Grundmodul des Gitternetzes im Glasfasergewebe, das als Deutung einer virtuellen Rasterung verstanden werden kann.
Der vielseitige Künstler interpretiert den Stadtraum durch Mehrfachbelichtung einer digitalen Aufnahme verschiedener Lichtquellen. Im ersten Stockwerk erzählen die Lichtspuren-Leuchtkästen viel aus dem Helldunkel des urbanen Raums ohne dabei preiszugeben, was wann und wo geschehen ist. Das Licht wird durch Hinterleuchtung der Fotografien potenziert, die Bilder werden zu Objekten.
Die "Farbkörpersysteme", die Teil der Ausstellung sein werden, wurden aus Küchenschwammmodulen entwickelt, die der Künstler zu kleinen Bildwerken zusammensetzte. In diesem Fall eines der wenigen Werke, die sich nicht über eine "scharfe Kante" definieren, sondern ganz bewusst die Flexibilität des Glasfasergewebes zeigen und durch das Davor und Dahinter von Farben und Strukturen Illusion von Räumlichkeit erzeugen. Konstruktiv aber nicht konkret, da einer leuchtkräftigen Farbe jeweils ein Grauton entgegengesetzt wird.
Der vielseitige Künstler interpretiert den Stadtraum durch Mehrfachbelichtung einer digitalen Aufnahme verschiedener Lichtquellen. In Kabinett 1 erzählen die Lichtspuren-Leuchtkästen viel aus dem Helldunkel des urbanen Raums ohne dabei preiszugeben, was wann und wo geschehen ist. Das Licht wird durch Hinterleuchtung der Fotografien potenziert, die Bilder werden zu Objekten.
Farbe und Licht stehen in einem existenziellen Verhältnis, diese Tatsache verquickt Martin Voßwinkel in seiner eigenen Formsprache.

"Lichtläufer"

...nennt Martin Voßwinkel seine länglichen, rechteckigen Tafeln, in denen schmale Bahnen eine zentrale Fläche säumen. Die Gewichtung der Bildfelder und die Staffelung der Farben erzeugen eine zarte Spannung und einen sanften Rhythmus. Die Farbklänge sind konkret und zugleich pastellfarben abgetönt, wirken wie von einem inneren Licht durchtränkt und animiert.
Permanente Bewegung auch im oberflächlich statischen, vermeintlich abgeschlossenen, farblich beruhigten, flächig austarierten Bildraum – das darf man wohl als zentrale Merkmale und Spannungselemente von Martin Vosswinkels Arbeiten bezeichnen.

Die Werke besitzen über die Abstraktion, also über ihre formal-ästhetische Konzentration hinaus eine weitreichende inhaltliche Dimension. Antriebsenergie und Kreislaufgedanke, stete Veränderung in zyklischen Rhythmen, die Verschränkung von Innen- und Außenraum, die Verbindung von Komposition und Fundstück, das Licht als Taktgeber, die Farbe als konkretes Objekt, zentrale Voraussetzung für Raumerfahrung und als prägende klangliche Kulisse aller unserer Wahrnehmungen – das sind Richtungen, in die wir die Bilder weiter lesen und denken können.
Dr. Rainer Beßling

Biografie

  • 1963 in Erlangen geboren
  • 1987-1991 Diplom Studium an der FH Ottersberg
  • 1992 Anerkennungspreis des Landkreises Verden
  • 1994 Kunstförderpreis des Landkreises Verden
  • 1994 Kulturförderpreis der Stadt Erlangen
  • 2000 Anerkennungspreis der Nürnberger Nachrichten
  • 2002 Internationale Künstlerkolonie Heidenheim
  • 2007 Berlin Stipendium der freien Hansestadt Bremen
  • 2010 Stipendium der Paul-Ernst-Wilke Gesellschaft, Bremerhaven
  • Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland

new perspectives in Rotenburg

Ausstellung mit außergewöhnlichen Fotoarbeiten des Berliner Künstlers

Michael H. Rohde

Ausstellungsdauer: 26. Februar bis 26. März 2017